3. MDS-Bericht

Pressemeldung



Aus Anlass der Vorstellung des 3. Berichts des MDS zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege am 24.04.2012 erklärt die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege:

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege begrüßt ausdrücklich die wesentlichen Aussagen des Berichtes, wonach sich die Qualität in den Pflege-Einrichtungen gegenüber der letzten Erhebung 2007 kontinuierlich positiv weiterentwickelt hat. Dies lässt sich feststellen, obwohl eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse nur sehr begrenzt möglich ist. Die jetzt zur Verfügung stehende Datengrundlage ermöglicht erstmalig auch fundierte epidemiologische Aussagen, die in der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung durch die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und in den Einrichtungen Verwendung finden werden.


Der Bericht bestätigt die Auffassung der BAGFW, dass dort wo gute Ergebnisse der Pflege gemessen werden, auch die qualitätssichernden Prozesse gut sind. Ergebnis- und Lebensqualität sind in hohem Maße individuell. Deshalb müssen diese Prozesse eine ausgewogene Balance zwischen objektiven und individellen Aspekten beachten. Es ist daher erforderlich, dass in Zukunft stärker als bisher auf Ergebnis- und Lebensqualitätsindikatoren zur Qualitätsmessung abgestellt wird, da diese Indikatoren Prozessqualität gleichsam mit umfassen. Die BAGFW drängt daher mit Nachdruck auf einen zügigen Paradigmenwechsel im Sinne der Umsetzung der Ergebnisse des Gutachtens von Dr. Wingenfeld / Dr. Engels zu den Ergebnisindikatoren in der stationären Altenhilfe.


„Im Gegensatz zum letzten Bericht sind die Aussagen abgewogener und die Datengrundlage lässt auf den ersten Blick fundierte Aussagen zu. Unsachliche Überspitzungen lassen sich auf diese Weise vermeiden. Wir müssen jetzt den Bericht noch im Detail prüfen. Dabei ist zu analysieren, welche der angesprochenen Kritikpunkte wirklich in der Pflege begründet liegen und welche beispielsweise auf unzureichende leistungsrechtliche Rahmenbedingungen in der Kranken- und Pflegeversicherung zurück zu führen sind“, so der Geschäftsführer der BAGFW, Gerhard Timm.

 

Kontakt:

Dr. Gerhard Timm, Geschäftsführer der BAGFW, Tel. 030 240 89 129

Heike Golletz, Referat Qualitätsmanagement der BAGFW, Tel. 030 240 89 115