Die Freie Wohlfahrtspflege organisiert sich überwiegend in ihren sechs Spitzenverbänden.
Die einzelnen Spitzenverbände sind geprägt durch unterschiedliche weltanschauliche oder religiöse Motive und Ziele. Sie arbeiten in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. zusammen.

| Arbeiterwohlfahrt (AWO)
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist föderativ aufgebaut mit Landes- und Bezirksverbänden, Kreisverbänden und Ortsvereinen. 600.000 Mitglieder und ca. 100.000 Ehrenamtliche unterstützen die sozialen Aufgaben des Verbandes. Die AWO hat sich in ihrer Geschichte zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen entwickelt mit 140.000 Beschäftigten in ca. 10.000 sozialen Diensten und Einrichtungen. Ins Leben gerufen wurde die AWO durch Marie Juchacz, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und spätere Reichstagsabgeordnete. Offizielles AWO-Gründungsdatum ist der 13. Dezember 1919. Von 1933 bis 1945 war die AWO verboten. 1946 wurde der Verband wieder gegründet. Nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 hat sich die AWO in den fünf neuen Bundesländern neu gegründet. Die AWO ist ein ehrenamtlich geführter politischer Interessenverband und zugleich gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen.
www.awo.de
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| Deutscher Caritasverband (DCV)
Der Deutsche Caritasverband mit Sitz in Freiburg im Breisgau – 1897 durch Lorenz Werthmann gegründet – ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in Deutschland. Er umfasst 27 Diözesan-Caritasverbände mit 636 Orts-, Kreis- und Bezirks-Caritasverbänden, 262 caritative Ordensgemeinschaften und 19 Fachverbände. Dem Deutschen Caritasverband sind 25.699 Einrichtungen mit 1.233.809 Plätzen angeschlossen. In diesen Einrichtungen sind 495.219 voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. www.caritas.de |

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Der Paritätische Gesamtverband
Der Paritätische Gesamtverband ist ein Wohlfahrtsverband von eigenständigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen in der sozialen Arbeit. Der PARITÄTISCHE unterstützt und vertritt seine mehr als 9.800 Mitgliedsorganisationen in 16 Landesverbänden mit über 280 Kreisgeschäftsstellen. www.paritaet.org
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| Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Mit 75.000 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehr als 400.000 Ehrenamtlichen, mit über vier Millionen Mitgliedern in 19 Landes-, 529 Kreisverbänden, ca. 5.000 Ortsvereinen und dem Verband der Schwesternschaften ist das DRK Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, zu der Gesellschaften in mehr als 170 Ländern gehören. Entstanden ist das Rote Kreuz 1863 aus der Hilfe für Kriegsopfer. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond sind die einzigen durch internationale Verträge anerkannten Schutzzeichen. Das DRK widmet sich als nationale Rotkreuzgesellschaft und als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege einem breiten Aufgabenspektrum der humanitären und sozialen Arbeit im In- und Ausland. www.drk.de
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| Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD)
Dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD) gehören als Mitglieder die Diakonischen Werke der 24 evangelischen unierten, reformierten und lutherischen Landeskirchen der EKD, neun Freikirchen mit ihren diakonischen Einrichtungen sowie rund 90 Fachverbände der verschiedensten Arbeitsfelder an. Diese Mitglieder repräsentieren über 27.000 selbstständige Einrichtungen unterschiedlicher Größe und Rechtsform mit mehr als einer Million Betreuungsplätzen, in denen über 450.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll oder teilzeitbeschäftigt sind. Mitgetragen wird die diakonische Arbeit von den rund 18.000 Gemeinden der Landes- und Freikirchen. Mehrere hunderttausend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Diakonie aktiv. www.diakonie.de
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| Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)
Die ZWST wurde 1917 als Dachverband für jüdische Organisationen und Wohlfahrtseinrichtungen gegründet. Unter der Herrschaft des Nationalsozialismus wurde die ZWST zwangsaufgelöst. Im Jahre 1952 wurde der Verband als "Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V." erneut gegründet und gehört seit 1956 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege an. Die ZWST vertritt rund 100.000 Mitglieder (Stand 2002) in zwölf jüdischen Landesverbänden, acht jüdischen Gemeinden sowie den jüdischen selbstständigen Frauenbund. Das soziale Engagement der ZWST umfasst u. a. Freizeiten und Erholungsmaßnahmen für Senioren und Jugendliche, Aus- und Fortbildungsseminare und unterstützt die soziale Arbeit in den jüdischen Gemeinden. Vor dem Hintergrund der Zuwanderung jüdischer Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion seit 1990 ist die soziale und religiöse Integration der Zuwanderer ein Schwerpunkt der sozialen Arbeit. www.zwst.org |