Die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Beiträge

Sparte Print

„Frau Held, Mutter“
GEO

Vivian Pasquet

 

Das Foto zeigt die Preisträgerin in der Sparte Print vivian PasquetAus der Begründung der Jury:
Das Bestechende dieses Beitrages ist, dass es sich nicht nur um die Geschichte einer einzelnen Frau handelt, die seit 17 Jahren behinderten Pflegekindern eine Familie gibt, die ihnen wohl verwehrt geblieben wäre, wenn es diese Frau nicht gäbe. Die Geschichte gibt Einblicke, wie unsere Gesellschaft mit Schwachen umgeht und zeigt auf, wie groß persönliches Engagement sein kann, um ihnen zu helfen.

Berührend in der Schilderung der kleinen Glücksmomente der Pflegemutter und Pflegekinder aber auch in der Beschreibung des Scheiterns. In der gesellschaftlichen Diskussion um Inklusion ein wichtiges Thema, das die Autorin sehr umfassend und kritisch beleuchtet. Journalistisch spannend durch den Mix aus Reportage und Interview. Wunderbar unterstützt durch die starken Bilder von Jacobia Dahm.

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                        Sparte Online

                    „Wie ist es trans* zu sein?“
                    funk   

Eva Riedmann und Michael Bartlewski

Marie Kilg; Robert Stöger und Markus Valley

 

Das Foto zeigt die Preisträger in der Sparte Online Michael Bartlewski, Marie Kilg; Robert Stöger und die Laudatorin Maria Loheide Aus der Begründung der Jury:
Der Jury ist die Entscheidung für den Online-Preis nicht leicht gefallen. Die Brisanz des Themas war ein Punkt in die Waagschale. Und die Tatsache, dass diese youtube-Doku-Reihe die Möglichkeiten des Mediums in hervorragender, unmittelbarer Art und Weise nutzt. Die Kommentare der youtube-Nutzer*innen werden durch die Redaktion begleitend kommentiert und dadurch zum Teil des gesamten Beitrages.

Die Fragen der Community selbst werden mit einbezogen. In späteren Folgen greift die Redaktion die Fragen aufund die Protagonisten beantworten sie. Ohne Vorbehalte bezieht der Beitrag Stellung. Mutig, ehrlich, bedingungslos. Das zeichnet „Wie ist es trans* zu sein?“ aus. In unserer heutigen Zeit ein kostbares Gut. Auch das hat sicher dazu beigetragen, dass die Diskussionen der Community zu diesem sensiblen, oft mit Tabus belegtem Thema, so offen geführt wurden.

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                             Sparte Hörfunk

                        „Der einsame Tod des Herrn D.“
                        Deutschlandfunk     

Johannes Nichelmann

 

Das Foto zeigt den Preisträger in der Sparte Hörfunk Johannes NichelmannAus der Begründung der Jury:
Die Dimension der Geschichte und erst recht des dahinter stehenden Problems entblättert sich im Verlauf. Wie umfassend der Autor tatsächlich recherchiert hat und für das Medium Hörfunk in Szene gesetzt hat, erkennt der Hörer nach und nach, was die Spannung auf einem ungewöhnlich hohen Niveau hält. Erlebbar ist eine großartige investigative Leistung des Autors für eine soziale Problemlage, die in ihrer Größe so überraschend ist. Gesprochen wird von einem Folge-Problem sozialer Einsamkeit und Isolation.

Die Jury war ergriffen von der Geschichte und von der Vorbehaltlosigkeit, mit der der Autor auf die Menschen im Umfeld von Herrn D. zuging. Zusatzinformationen sorgen für die Möglichkeit der Einordnung und des persönlichen Nachhakens.

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                                  Sparte Fernsehen

                            „Volksdroge Alkohol Der legale Rausch“
                           ZDF zoom     

Sanaz Saleh-Ebrahimi

 

Das Foto zeigt die Preisträgerin in der Sparte Fernsehen Sanaz Saleh-EbrahimiAus der Begründung der Jury:
Die Autorin traut sich, was sich nicht viele trauen. Das Thema ´Alkohol als legales Rauschmittel´ ist von so großer gesellschaftlicher Relevanz und trotzdem in einer riesigen und von einer großen Lobby wohlgehüteten Tabuzone versteckt. Die Zusammenhänge zwischen Industrie, Lobbyismus, Politik und gesellschaftlicher Realität wurden sehr tiefgründig und vor allem auch hartnäckig ermittelt und aufgedeckt.

Vergleiche im europäischen Kontext lassen erkennen, dass durchaus auch alternativer Umgang mit dem Rauschmittel Alkohol und seinen Folgen möglich ist. Handwerklich gut gemacht, verzichtet der Film auf jedwedes Klischee zum Thema Alkohol und wird dadurch entlarvend. Vielen Dank für diesen Beitrag!

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