Jahresbericht 2017 des Ausschusses Qualitätsmanagement


Vorsitz: Ullrich Wittenius, AWO


Der Ausschuss Qualitätsmanagement unter der Leitung von Ullrich Wittenius (AWO) hat 2017 die strategische Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements in der BAGFW in seinen unterschiedlichen Ausdifferenzierungen fortgeführt.

Es wurden Themen, wie die Erprobung von Social Impact Bounds in Arbeitsfeldern der Freien Wohlfahrtspflege sowie Qualitätskriterien für Mehrgenerationenhäuser beraten. Darüber hinaus hat sich der QM-Ausschuss mit der Weiterentwicklung nach Abschluss des Projektes „Wie misst man Teilhabe“ (WmmT) beschäftigt. So werden von einzelnen Verbänden weiterhin Schulungen angeboten. Der Kooperationspartner, das Institut Personenzentrierte Hilfen an der Hochschule Fulda (IPH) hat das Arbeitsinstrument der Teilhabekiste um den Bereich „Arbeit“ erweitert. Im Rahmen des Umsetzungsprozesses des Bundesteilhabegesetzes wächst das Interesse an der Nutzung der von der BAGFW initiierten Entwicklung und deren Ergebnisse.

Arbeitsschwerpunkte stellen die Themen Wirkungsorientierung, die Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft BGW in Fragen des systematischen Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie die Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hinsichtlich einer nachhaltigen Qualitätsentwicklung der Gesundheitsförderung in Lebenswelten dar.

 

Wirkungsorientierung

Aufbauend auf dem Qualitätsmanagement der Verbände sowie den gemeinsamen Arbeiten zur Wirkungsorientierung hat der Ausschuss sich mit der Wirkungserfassung und deren praktischer Umsetzung in der Sozialen Arbeit beschäftigt. Hierbei wurde deutlich, dass diese komplexe Aufgabe auf eine erhöhte Nachfrage – sowohl auf Kostenträger- als auch Leistungserbringerseite – stößt. Der Ausschuss dient hier künftig vor allem dem Austausch über Projekte der Wirkungsorientierung der Verbände.

Integrierter Arbeitsschutz mit der BGW

Der Ausschuss Qualitätsmanagement wirkt mit bei der Konzeption von alternativen niedrigschwelligen Entwicklungs- und Zertifizierungsverfahren für den Arbeits- und Gesundheitsschutz seitens der BGW. Ziel ist es, eine Anschlussfähigkeit zwischen den weit verbreiteten, integrierten Qualitätsmanagement-Systemen, die in den Wohlfahrtsverbänden angewendet werden und den BGW-Zertifizierungsverfahren zu ermöglichen.

Geplant ist, dass die neu entwickelten Konzepte der BGW für alternative Zertifizierungsverfahren im Jahr 2018 mit den Einrichtungen und Diensten der Freien Wohlfahrtspflege praktisch erprobt werden.

Integration gesundheitsförderungsbezogener Themen in die Qualitätsmanagement (QM)-Systeme der Wohlfahrtsverbände – Arbeitsfeld Kitas (BZgA)

Der QM-Ausschuss ist in die Ausgestaltung der Kooperation der BAGFW mit der BZgA eingebunden.

Diese Kooperation dient dem Ziel, eine nachhaltige Entwicklung bei der settingbezogenen Gesundheitsprävention am Beispiel des Arbeitsfeldes „Kindertageseinrichtungen“ zu unterstützen. Dabei sind die Fachbereiche beteiligt. Unter Nutzung des fachspezifischen Qualitätsmanagement-Modelle der Verbände soll eine Verstetigung von Qualitätsentwicklung erreicht werden. Hierzu wurden 2017 die Vorarbeiten eingeleitet.