Ausschuss Qualitätsmanagement
Vorsitz: Diakonie Deutschland
Kurzfassung und Schwerpunktsetzungen 2025
Der Ausschuss Qualitätsmanagement hat 2025 schwerpunktmäßig an der Anpassung und Umsetzung fachlicher Rahmenbedingungen für Qualitätsverfahren in der Freien Wohlfahrtspflege gearbeitet.
Leitend waren die Begleitung der Überarbeitung der Vereinbarung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) gemäß § 37 Abs. 3 SGB IX zum internen Qualitätsmanagement und zu den Zertifizierungsverfahren bei den stationären Reha-Einrichtungen.
Ein zentrales Thema des Ausschusses ist die Notwendigkeit der Kooperation der Verbände mit unabhängigen Zertifizierungsgesellschaften, um die fachliche Überprüfung der QM-Verfahren weiterhin zu ermöglichen. Hier stand die Erarbeitung der Qualitätskriterien für die nicht-akkreditierten Zertifizierungsgesellschaften im Vordergrund. Ein wichtiges strategisches Ziel bleibt die Gewinnung und Entwicklung von Auditor*innen für die internen und externen Qualitätssicherungsverfahren der Freien Wohlfahrtspflege.
Parallel dazu fand ein regelmäßiger Austausch zu den Möglichkeiten der systematischen Verknüpfung von Nachhaltigkeitsthemen mit bestehenden QM‑Instrumenten statt.
Des Weiteren fand eine inhaltliche und fachliche Reflektion der geplanten Reform der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) statt.
BAR‑Vereinbarung - fachliche Begleitung und Aktualisierung der QM-Reha-Verfahren
Der Ausschuss hat durch fachliche Rückmeldungen und Konsultationen mit der BAR zur Aktualisierung der Vereinbarung zum internen QM in der stationären Reha beigetragen. Nach der Veröffentlichung wurden die QM-Reha-Verfahren in den Verbänden angepasst und die Anerkennung bei der BAR erwirkt. Im Ausschuss fanden dazu die fachlichen Abstimmungen statt, u. a. in Bezug auf die Nachweisführung bezüglich der Fachlichkeit und Unabhängigkeit der nicht-akkreditierten Zertifizierungsstellen.
Nicht‑akkreditierte Zertifizierungsstellen und Auditor:innen‑Pool
In den letzten Jahren hat sich Zertifizierungslandschaft in Deutschland verändert. Es entstanden zahlreiche nicht-akkreditierte Zertifizierungsstellen. Gleichzeitig haben akkreditierte Zertifizierungsstellen die Zusammenarbeit mit der Freien Wohlfahrtspflege beendet (z.T. begründet mit den Anforderungen der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS).
Die Nachfrage seitens der Einrichtungen und Dienste nach niedrigschwelligen, für die Freie Wohlfahrtspflege geeigneten QM-Verfahren, ist gestiegen. Auf diese Veränderungen hat der Ausschuss reagiert und ist mit geeigneten nicht‑akkreditierten Zertifizierungsstellen für Soziales, Kita und Pflege in den Austausch gegangen. Daraus entstanden Kooperationen der einzelnen Verbände mit diesen. Zudem wurde die Einrichtung eines Wohlfahrts‑Auditor:innen‑Pools diskutiert, um die Verfügbarkeit, fachliche Kompetenzen sowie Fort- und Weiterbildung zu stärken und Synergieeffekte zu erzielen.
Vernetzung und Weiterentwicklung der QM-Verfahren
Ein regelmäßiger Austausch und die Vernetzung im Rahmen des QM-Ausschusses ermöglicht den Verbänden ihre QM-Verfahren angesichts der Veränderungen gemeinsam weiterzuentwickeln und gegenseitig von den Erfahrungen zu profitieren.
Die vier geplanten Treffen fanden in Präsenz und digital statt. Zusätzlich haben sich digitale ad hoc-Treffen zu aktuellen Themen etabliert, um kurzfristig Abstimmungen vorzunehmen.
Vorschläge zur AZAV‑Reform
Im QM-Ausschuss wurden regelmäßig aktuelle Entwicklungen bezüglich der Qualitätskriterien bei der Zulassung von Trägern und Maßnahmen nach AZAV erörtert. 2025 wurde ein Entwurf einer Stellungnahme zur Reform der AZAV erarbeitet, federführend durch den BAGFW-Ausschuss Arbeitsmarktpolitik und Grundsicherung. Der QM-Ausschuss hat hierzu fachliche Rückmeldungen gegeben.
