Förderlücke hätte fatale Folgen! BAGFW-Vizepräsident Neher zum Thema „Soziales Europa – Wer soll das bezahlen?“

Die BAGFW und DGB veranstalten am 25.02.2019 in Kooperation mit der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland eine Podiumsdiskussion zu dem Thema: „Soziales Europa –Wer soll das bezahlen?“


Förderlücke hätte fatale Folgen! Podiumsdiskussion zum Thema „Soziales Europa – Wer soll das bezahlen?“

Berlin, 25. Februar 2019. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) veranstalteten am 25.02.2019 in Kooperation mit der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland eine Podiumsdiskussion zu dem Thema: „Soziales Europa –Wer soll das bezahlen?“ An der Podiumsdiskussion nahmen Olaf Scholz, Bundesfinanzminister, Dr. Christoph Nerlich, Mitglied im Kabinett von EU-Kommissarin Marianne Thyssen, Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied und Prälat Dr. Peter Neher, BAGFW-Vizepräsident, teil.

BAGFW-Vizepräsident Prälat Dr. Peter Neher zeigte sich besorgt über die drohende zweijährige EU-Förderlücke:

Die Staats- und Regierungschefs haben auf ihrer Sitzung im Dezember beschlossen, dass sie sich mit den Verhandlungen zum EU-Haushalt für 2021 bis 2027 erst im Oktober 2019 erneut befassen. Wir befürchten, dass die Verhandlungen weiter vertagt werden und es erst in 2020 zu einer Einigung kommen wird. Auf Grund der umfangreichen Programmierung und Beantragung könnten dann soziale Projekte erst in 2023 ihre Arbeit aufnehmen. Die dadurch entstehende Förderlücke hätte fatale Folgen: Aufgebaute Hilfestrukturen würden wegbrechen. Betroffen wären vor allem die schwächsten Menschen unserer Gesellschaft, seien es Langzeitarbeitslose, Wohnungslose oder Migranten/innen, denen derzeit durch EU-finanzierte Projekte aus dem Europäischen Sozialfonds oder dem Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten von Armut betroffenen Personen (EHAP) geholfen wird. Die Europäische Union muss besonders den ärmsten Menschen in der EU die Hand reichen, wenn sie an Akzeptanz in der Bevölkerung gewinnen möchte.“

Weitere Informationen zu der Veranstaltung stehen Ihnen hier zur Verfügung:

www.bagfw.de/startseite/meldung/article/soziales-europa-wer-soll-das-bezahlen/