Wenn der Bundeskanzler heute mit den Sozialpartnern zusammenkommt, geht es nicht nur um Strukturen und Systeme – es geht um die Menschen in diesem Land. Aus Sicht der Freien Wohlfahrtspflege ist die Erwartung an die Bundesregierung deshalb eindeutig: Reformen dürfen keine neuen sozialen Härten schaffen und müssen sicherstellen, dass Menschen weiterhin verlässlich versorgt und unterstützt werden.
Das Treffen bietet der Bundesregierung die Chance, den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar zu stärken. Dafür braucht es Reformen, die soziale Infrastruktur sichern, Investitionen ermöglichen und Belastungen fair verteilen – besonders für diejenigen, die ohnehin wenig Spielraum haben.
Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege verstehen sich als zentrale Säule des Sozialstaats und als verlässliche Partner des Staates. Tag für Tag sorgen sie dafür, dass Millionen Menschen Zugang zu Unterstützung, Beratung, Pflege und Teilhabe erhalten.
„Die Erwartungen an die Bundesregierung sind immens. Entscheidend ist jetzt, dass Reformen die soziale Infrastruktur stärken und nicht zusätzlich unter Druck setzen. Politische Entscheidungen müssen dazu beitragen, Stabilität zu sichern und Verteilungskonflikte zu vermeiden – gerade in unteren Einkommensgruppen“, erklärt Achim Meyer auf der Heyde, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW).
Die aktuelle Lage zeigt deutlich: Reformen sind notwendig. Sie müssen jedoch so gestaltet sein, dass sie keine neuen sozialen Härten erzeugen und bestehende Ungleichheiten nicht weiter verschärfen. Besonders Menschen mit niedrigen Einkommen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Andernfalls drohen langfristige Schäden für die gesellschaftliche Stabilität.
Die Freie Wohlfahrtspflege erwartet, dass die Bundesregierung dieser Verantwortung gerecht wird und die notwendigen Weichen stellt.
