Aufruf

Aktuelle Fakten zur Arbeit der Migrationsfachdienste


Migrationsfachdienste vor Ort sichtbar machen

Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 beteiligen sich bundesweit zahlreiche Träger und Einrichtungen an der Aktionswoche der bundesgeförderten Migrationsprogramme (MBE, JMD, AVB, PSZ). Auch vor Ort nutzen viele Angebote diese Woche, um ihre Arbeit sichtbar zu machen, mit Politik und Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, welchen Beitrag Migrationsfachdienste für gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten

Pressemitteilung


Vor Ort erleben, was Migrationsarbeit leistet
In vielen Städten und Landkreisen öffnen Beratungsstellen ihre Türen, laden zu Gesprächen, kleinen Veranstaltungen oder Podiumsdiskussionen ein und suchen gezielt den Austausch mit lokalen Abgeordneten, kommunalen Entscheidungsträger*innen und Medien. Dabei stehen die täglichen Erfahrungen der Praxis im Mittelpunkt:
Migrationsfachdienste begleiten Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung in oft komplexen Lebenslagen – beim Ankommen, bei Fragen zu Aufenthalt, Sprache, Bildung, Arbeit, psychosozialer Stabilisierung und gesellschaftlicher Teilhabe. Diese Arbeit findet eng vernetzt mit weiteren Akteuren vor Ort statt und ist ein tragender Teil der kommunalen Integrationsstrukturen. 

Warum diese Woche so wichtig ist
Die Aktionswoche findet nicht zufällig im Vorfeld der Haushaltsberatungen für 2027 statt. Aktuelle politische Debatten und angekündigte Sparvorhaben setzen viele Migrationsprogramme unter Druck. Besonders deutlich wird dies am drohenden Ende der Asylverfahrensberatung (AVB), die erst seit wenigen Jahren gesetzlich verankert ist. Doch auch andere Angebote wie die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE), die Jugendmigrationsdienste (JMD) oder die Psychosozialen Zentren (PSZ) stehen vor erheblichen finanziellen Herausforderungen.

Mit den Aktivitäten vor Ort wird deutlich gemacht:

  • Einsparungen oder Streichungen gefährden soziale Teilhabe und stabile Integrationsstrukturen.
  • Sie schwächen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Kommunen.
  • Der Abbau zentraler Angebote kann – wie im Fall der AVB – sogar rechtsstaatliche Prinzipien beeinträchtigen. 

Gesichter, Erfahrungen und Wirkung zeigen
Ein besonderer Wert der Aktionswoche liegt darin, dass konkrete Arbeit sichtbar wird: durch Gespräche, anonymisierte Fallbeispiele, Erfahrungsberichte von Ratsuchenden oder durch gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit mit Kooperationspartnerinnen. Auch Beiträge in der Lokalpresse und in sozialen Medien tragen dazu bei, die Bedeutung der Migrationsfachdienste über den Fachkreis hinaus bekannt zu machen – und zugleich politische Entscheidungsträgerinnen in ihrer Region gezielt anzusprechen. 

Starke Wirkung durch lokales Engagement
Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen: Politische Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit wirkt besonders dann, wenn sie nah an der Praxis stattfindet. Die Aktionswoche ist deshalb ein wichtiger gemeinsamer Moment, um frühzeitig – noch vor formalen Haushaltsentscheidungen – ins Gespräch zu kommen und für eine bedarfsgerechte, verlässliche Finanzierung der Migrationsfachdienste einzutreten.

Weitere Informationen zur MBE
www.migrationsberatung.org
#StarkeMigrationsberatung