Seit zwei Jahrzehnten begleitet die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) Menschen auf ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft. Heute kommen im Synagogenzentrum Potsdam rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Behörden und sozialpädagogischer Praxis zusammen, um Bilanz zu ziehen und die Weiterentwicklung des Angebots zu beraten.
2025 hat die MBE in bundesweit rund 900 Beratungsstellen gut 430.000 Menschen erreicht. Sie unterstützt Zugewanderte beim Ankommen in Deutschland – beim Zugang zu Sprache, Bildung und Arbeit – damit sie selbstständig und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. In Zeiten knapper öffentlicher Mittel kommt der Vernetzung zwischen Bund, Ländern, Kommunen und Trägern dabei wachsende Bedeutung zu.
Vizepräsident Dr. Michael Griesbeck, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Nürnberg: „Die MBE ist seit zwanzig Jahren weit mehr als ein Beratungsangebot: Sie ist ein erster Vertrauensraum und ein Wegbereiter zugleich. Sie ist für viele Menschen der erste Anker in einem neuen Umfeld und schafft Zugänge zu Sprache, zu Bildung oder zu Arbeit und damit zu gesellschaftlicher Teilhabe. Sie legt mit ihrer Arbeit somit den Grundstein für eine gelingende Integration – und das von Anfang an.“
Achim Meyer auf der Heyde, Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW): „Die MBE ist aus den kommunalen Integrationsstrukturen nicht mehr wegzudenken und trägt wesentlich zu einem Miteinander und Zusammenhalt in der Gesellschaft bei. In unserer Arbeit vor Ort zeigt sich täglich, dass eine professionelle Begleitung zugewanderten Menschen hilft, bürokratische, sprachliche oder soziale Zugangshürden zu überwinden und individuelle Potenziale weiterzuentwickeln.”
Zur MBE:
Die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte ist ein Bundesprogramm, das durch Mitgliedsorganisationen der Freien Wohlfahrtspflege durchgeführt wird: Arbeiterwohlfahrt (AWO), Deutscher Caritasverband (DCV), Diakonie Deutschland, Paritätischer Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) sowie den Bund der Vertriebenen (BdV).
#AnkommenUnterstützen
Weitere Informationen
Webseite Migrationsberatung: https://www.migrationsberatung.org
