Jahresbericht 2025 der Abteilung Wohlfahrtsmarken, Köln

„Gerade in Zeiten der Krise ist ein Zeichen der Solidarität und Mitmenschlichkeit wichtig“ 

Mit diesem Statement hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bedeutung des Sozialwerkes Wohlfahrtsmarken – auch und gerade in der heutigen Zeit – eindrucksvoll unterstrichen. Als dessen Schirmherr hat er am 21.02.2025 aus der Hand des Bundesfinanzministers Jörg Kukies die Erstdrucke der diesjährigen Marken entgegengenommen. Ein weiteres Album hat Jörg Kukies an Achim Meyer auf der Heyde überreicht, den amtierenden Präsidenten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V., an die die Erlöse aus dem Verkauf der Marken gehen. 

 

Seit mehr als 75 Jahren sind die Wohlfahrtsmarken ein unverzichtbares Finanzierungsmittel für AWO, Caritas, Diakonie Deutschland, DRK, dem Paritätischen und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Der weit überwiegende Teil der Wohlfahrtsmarken wird über die Geschäftsstellen, Dienste und Einrichtungen der Mitgliedsverbände der BAGFW abgesetzt. 

 

Mit den aktuellen Marken unter dem Titel „Helferinnen und Helfer der Menschheit 2.0“ wird einerseits Bezug genommen auf die erste Ausgabe im Jahr 1949. Andererseits zeigen die aktuellen Motive „Obdachlosenhilfe“, „Suchthilfe“ und „Erziehungshilfen“ klassische und aktuelle Arbeitsfelder der Wohlfahrtsverbände. 

Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (BAGFW) dankte neben dem Bundespräsidenten und dem Bundesfinanzminister allen Partnern für die teils jahrzehntelange Unterstützung. Alle drei brachten ihren Dank und ihre Wertschätzung für das Engagement der zahlreichen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Wohlfahrtsverbänden zum Ausdruck. Angesichts der leider seit Jahren rückläufigen Verkaufszahlen und damit der Erlöse ist diese Unterstützung unabdingbar, damit das „Porto mit Herz“ nicht nur eine beeindruckende Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft hat. 

Einer langjährigen Tradition folgend und als Zeichen seiner Wertschätzung hat der Bundespräsident 20 engagierte Ehrenamtliche unserer Mitgliedsverbände zu seinem Bürgerfest am 12. September 2025 in Schloss Bellevue eingeladen. Ein besonderer Fokus lag bei der Auswahl der Gäste wiederum auf der Förderung des jungen Ehrenamtes. Die Abteilung Wohlfahrtsmarken hat wie in den Vorjahren die Auswahl und Benennung durch die Verbände organisiert. 

 

Die Vizepräsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. Eva Maria Welskop-Deffaa begrüßte am 18.11.2025 im Klara-Ullrich-Haus in Berlin Vertreter aus den Wohlfahrtsverbänden, den Kirchen, der Politik und der Philatelie zur Vorstellung der Weihnachtsmarke 2025. 

In einem kurzen Rückblick über die Geschichte der „Plusmarken“ erinnerte sie an besondere Aktionen und Kooperationen, die durch die daraus erzielten Erlöse einen wertvollen Beitrag für die Arbeit der Wohlfahrtsverbände erbrachten. 

Auch Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, betonte wie seine Vorgänger die Verbundenheit seines Hauses mit den Weihnachtsmarken, die seit 1969 die soziale Arbeit der Verbände unterstützen und damit eine tragende Säule des Sozialstaates sind. In Anerkennung dieser Leistung danke er allen Unterstützern dieser Sonderpostwertzeichen und überreichte Alben mit den Erstdrucken der Marken zur Reihe „Weihnachten im Kirchenfenster“ mit dem Motiv „Göttlicher Schein – Die Geburt Christi“. Ganz persönlich äußerte er die Hoffnung, dass zahlreiche dieser Marken den Weg auf die Weihnachtspost finden und damit nicht nur den Empfängern eine Freude machen, sondern gleichzeitig „Gutes tun. Mit Briefmarken helfen.“ 

Neben der Vorbereitung und Begleitung der Veranstaltungen hat die Abteilung Wohlfahrtsmarken sich in zahlreichen Gesprächen mit den Partnern Bundesfinanzministerium und Deutsche Post dafür eingesetzt, die Rahmenbedingungen für den Absatz der Wohlfahrts- und Weihnachtsmarken zu verbessern.  

So lagen die bis zum Abrechnungsmonat Dezember an die BAGFW überwiesenen Erlöse für die Wohlfahrtsmarken 2025 bereits um 100.000 Euro über dem Endergebnis der Serie 2024. Dies entspricht einer Steigerung von 17,5 %. Zu dieser Entwicklung beim Posterlös hat vorrangig die erstmalige Herausgabe eines 10er Sets mit selbstklebenden Marken im Portowert von 180 Cent zur Frankatur des Großbriefes beigetragen.  

Dieses schon lange gewünschte Produkt wurde von den Verbänden so stark nachgefragt, dass die gesamte Auflage bereits im November vergriffen war. Trotz des leichten Rückgangs der über die Abteilung Wohlfahrtsmarken abgewickelten Einzelbestellungen der Verbände lag der Stückumsatz leicht über dem der Vorjahre. 

Die ersten Daten zu den Weihnachtsmarken weisen auf einen Rückgang zum Vergleichswert des Vorjahres zum selben Zeitpunkt hin. Aufgrund des komplizierten Abrechnungsmodus kann hier jedoch noch keine belastbare Prognose zum Endergebnis getätigt werden. 

Weitere Informationen unter www.wohlfahrtsmarken.de