Sparte Print

Björn Stephan


 

"Frau mit Klasse", SZ-Magazin

 


aus der Begründung der Jury

Es ist die Vielfältigkeit der Perspektiven, die einen in ihren Bann zieht. Unterschiedliche Gefühlswelten werden offenbar, ohne dass sie bewertet werden. Es ist eben alles, aber nur nicht schwarz/weiß. So erfahren Leserinnen und Leser tatsächlich Neues über das Leben von Geflüchteten und von Einheimischen im brandenburgischen Finsterwalde. Und sie erfahren, dass multikulturelles Leben in der Schule tatsächlich funktionieren kann, dass ländliche Räume nicht vergessen werden dürfen und wie gefährlich Populismus ist. Das Hoffen auf das Gelingen der Integration wird befriedigt, weil auch erzählt wird, was aus der syrischen Lehrerin geworden ist. Bildhaft und spannend erzählt der Text von Björn Stephan von der Schwierigkeit der Schaffung einer gemeinsamen Welt.

 

zum Beitrag und dem Interview mit dem Preisträger

 


Sparte Hörfunk

Heike Borufka und Petra Boberg

 

„Staat und Familie - Die deutsche Zurückhaltung bei Gewalt gegen Kinder.“, Hessischer Rundfunk

 

aus der Begründung der Jury

Es ist kaum zu glauben, dass es strukturelle Defizite im Kinderschutz in Deutschland geben soll. Die Autorinnen greifen ein sehr brisantes Thema außerordentlich differenziert auf. Es geht nicht um spektakuläres Anklagen von Versäumnissen, sondern macht bedrückend deutlich, wie Kinder leiden, weil Ressourcen und Geld fehlen. Es werden viele Perspektiven von Kinderschutz aufgezeigt, was die Rechercheleistung erahnen lässt, die hinter dem Beitrag – eben hinter dem gesamten HR-Projekt „Opfer ohne Stimme – Wie wir unsere Kinder vor Gewalt schützen“ steckt. Hier wurde kooperiert mit dem Fernsehen und der Onlineredaktion, eine Vielzahl von Beiträgen entstanden für die verschiedenen Medien. Der vorliegende Beitrag konzentriert die Thematik und die Arbeit und das Können der Journalistinnen. Anschaulich, authentisch und umfassend.  

 

zum Beitrag und dem Interview mit den Preisträgerinnen


Sparte Fernsehen

Anabel Münstermann



„37 Grad: Mehr als satt und sauber - alte Menschen und ihre Pfleger“, ZDF

 

aus der Begründung der Jury

Wer wissen will, warum Pflegerinnen und Pfleger eine Berufung und nicht nur einen Beruf haben, warum unsere Gesellschaft einen riesigen Nachholbedarf in Sachen Wertschätzung für diese Arbeit hat und warum trotz aller Technisierung Pflegerinnen und Pfleger in Wahrheit nie ersetzt werden können, der ist bei dem 37 Grad Beitrag von Anabel Münstermann richtig. Diese Nähe, die die Protagonisten und ihre Patienten ermöglichen, ist einzigartig. Die Autorin schafft so eine sehr dichte Atmosphäre, die auch etwas Beklemmendes hat und die Hochachtung vor der gezeigten Arbeit wachsen lässt. Zugleich werden grundsätzliche Fragen nach der Würde im Alter und nach der Würde im Sterben aufgegriffen. Die Antworten, die die Protagonisten haben,sind sehr persönlich, so wie jeder einzelne Mensch, der mit solchen Situationen konfrontiert ist.

 

zum Beitrag und dem Interview mit der Preisträgerin

 

 


Sparte Online

Frank Seibert, Eva Riedmann, Samira Schütz
Robert Stöger, Michael Bartlewski und Markus Valley

„Warum mobben wir?“, Video-Reportage-Reihe auf
You Tube, Redaktion Die Frage/PULS, Bayerischer Rundfunk

 

aus der Begründung der Jury

365.000 Aufrufe, 2.846 Kommentare sind allein für das erste der insgesamt sechs Videos der Reihe „Warum mobben wir?“ verzeichnet. Die Relevanz des Themas und die Wirkung auf das gesellschaftliche Bewusstsein, die durch die Nutzung der Möglichkeiten des Mediums entsteht, sind wichtige Kriterien der Jurybeurteilung. Das Team von Die Frage nutzt die Möglichkeiten ihres Mediums besonders gut. Fragen aus der Community leiten die Konzeption der Serie, Fragen, die der Reporter hat, werden unmittelbar einbezogen. Dabei gelingt es dem Team, das schwierige Thema Mobbing anschaulich und nacherlebbar zu machen, ohne die Protagonistin zur Schau zu stellen. Eine enge Gratwanderung, die dadurch gelöst wird, dass Babsis Grenzen selbst zum Teil der Geschichte werden.

 

zum Beitrag und dem Interview mit den Preisträgern